Bavonatal

Wanderungen

Das Bavonatal, das vom Maggiatal abzweigt, ist ein sehr wildes Tal. Noch heute gibt es dort keinen elektrischen Strom und es wird nur im Sommer bewohnt. Der Zauber der Natur, zusammen mit von Menschenhand Geschaffenem, hat diesem Tal Frieden und Harmonie verliehen. Eines der schönsten Tessiner Täler, mit hohen Felshängen und Resten von kolossalen Bergrutschen, die es auch zu einem der steilsten und steinigsten der gesamten Alpen machen. Eine wunderschöne Wanderung, die durch die zwölf Siedlungen im Tal führt, unter anderem Foroglio mit seinem herrlichen Wasserfall, erlaubt es dem Besucher, diese faszinierende Welt zu schätzen.

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Rundgang: Bavonatal (5 St., Karte)


Die Wanderung ist nicht nur wegen des naturalistischen Aspekts faszinierend, sondern auch wegen der Eingriffe seitens der Menschen, die es verstanden haben, die Landschaft zu interpretieren und sich auch die noch so feindseligen Naturelemente zu Verbündeten zu machen. Sehr interessant sind die sogenannten sprügh (Bauten unter den Felsen), die es erlaubten, die Natur den menschlichen Bedürfnissen anzupassen und somit zu Unterschlupf, Wohnung und Stall wurden. Erstaunlich auch die geniale Idee, auf den oberen Flächen der massigen Felsbrocken kleine Gemüsegärten anzubauen, um sie dort vor der Gefrässigkeit der Ziegen zu schützen.

Die Wanderung, die durch das gesamte Bavonatal führt, kann in Bignasco oder in Cavergno beginnen. Entlang des Weges trifft man auf diverse sprügh und durchquert Kastanienwälder. Der Kastanienbaum wurde früher der Baum des Lebens genannt, da er grundlegend für den Lebensunterhalt war. In Foroglio, der bekanntesten Dorf im Tal, wegen seines spektakulären Wasserfalls, scharen sich einige Häuser mit weitläufigen Lauben und Getreidespeicher um die kleine Kirche, in der sich ein interessanter Altar aus dem 16. Jhd. befindet. Ausserdem finden wir hier das Grotto Froda, das von Martino Giovanettina geführt wird, ein Intellektueller aus dem Maggiatal, der typische Tessiner Küche bietet.

Interessant ist auch der Dorfkern von Sonlerto, wo die Wohnstätten zwischen den Felsbrocken eines prähistorischen Bergrutsches gebaut wurden, um dem Weideland nicht zu viel Fläche zu rauben. Das hübsche Oratorium von Gannariente mit wertvollen Fresken aus dem 16. Jhd. ist seit undenklichen Zeiten Ziel einer historischen Prozession, die am ersten Sonntag im Mai stattfindet. In San Carlo angekommen, demr letzten Ort im Bavonatal und auch der Ausgangspunkt der Seilbahn nach Robiei unter dem Basodino-Gletscher, kann man mit dem Postauto nach Bignasco oder Cavergno zurückfahren.

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