Fossilienmuseum Monte San Giorgio

Museen

Auf Entdeckungsreise in die Faszination einer verlorenen Welt, die auf über 200 Millionen Jahre zurückgeht. Das Fossilienmuseum Monte San Giorgio zeigt ein bedeutendes paläontologisches Kulturgut der Region, das zu den weltweit wichtigsten Fossilienvorkommen zählt und in das Weltkulturerbe der UNESCO eingetragen wurde. Die Fossilien des San Giorgio sind wegen ihrer Vielfältigkeit und ihrem aussergewöhnlich gut erhaltenen Zustand bekannt. Die Ausstellung wendet sich an ein umfangreiches Publikum und erlaubt, dank multimedialen Mitteln, auch dem Laien Einblick in die komplexe Welt des Trias.

Der Besuch


Der Kern der Ausstellung sind Fossilien von Tieren und Pflanzen, ergänzt von kurzen Erklärungen auf der Basis des aktuellen Wissensstandes, sowie durch einige dreidimensionale Modelle und grafischen Rekonstruktionen des damaligen Meereszustandes. Während des mittleren Trias (vor 247-236 Millionen Jahren) war der San Giorgio nicht der Berg, den wir heute kennen, sondern ein nicht zu tiefer Meeresboden. Die Gegend bestand aus Inselchen und Sandbänken, die die Küste vom offenen Meer trennten und eine Art Lagune formten. Zum Unterschied von anderen weltbekannten Vorkommen – die in der Regel eine einzige fossile Schicht darstellen, die einem präzisen Zeitpunkt der geologischen Geschichte zugeordnet wird – zeigt der Monte San Giorgio mindestens fünf verschiedene Schichten, auf der jede einzelne mehr als eine fossile Zuordnung beinhalten kann. Diese Besonderheit erlaubt evolutive Studien über einen Zeitraum von Millionen von Jahren von bestimmten Gruppen von Organismen die sich auf dasselbe Umfeld beziehen. Aus diesen fünf Schichten wurden bisher über 20 Tausend Fossilien ausgegraben. Insgesamt zählt man 25 Arten von Reptilien, 50 Fische und über 100 wirbellose Tiere, neben verschiedenen Pflanzenarten, insbesondere Koniferen.

Das Ausstellungskonzept konzentriert sich auf die Gesamtheit der Organismen dieser fünf fossilen Hauptschichten, die auf die Periode des Trias zurückgehen. Der stratigrafischen Abfolge des Berges folgend, findet man im 1. Stock des Museums die ältesten Fossilien, während im 2. Stock die neueren untergebracht sind. Im 3. Stock befinden sich dagegen die Fossilien und die Felssteine aus der Zeit des Jura, die aus den nahen Marmor-Steinbrüchen von Arzo stammen. Diese sind 50-60 Millionen Jahre jünger als die Ausstellungsstücke der beiden unteren Stockwerke. Die Ausstellung schliesst mit der Geschichte der paläontologischen Ausgrabungen ab, mit denen Mitte des 19. Jhd. begonnen wurde.

Das Museum, ein Projekt des Tessiner Architekten Mario Botta, stellt den Besuchern multimediale Audioguides zur Verfügung, Touch-Screens mit Animationen über die Evolution der Reptilien, der Fische und der Passage des Territoriums vom Meer zum Berg. Es gibt auch eine Plastik des San Giorgio, auf den auf Befehl des Betrachters Informationen aller Art projiziert werden. Die Aktivitäten des Museums bieten auch ein breites Programm an Konferenzen und geführten Wanderungen. Auf Anfrage kann auch die Begleitung einer kompetenten Person im Innern des Museums und in der Umgebung organisiert werden.

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