Seilbahn Vergeletto-Salei geschlossen (November-Mai)

Salei und Onsernonetal

Wanderungen

Ein einfacher Spaziergang in der Gegend um Salei oberhalb Vergeletto zu einem hübschen kleinen See, eine wahrhafte Perle der Alpenwelt, ist ein willkommener Vorwand, einen Tag zur Entdeckung des Onsernonetals vorzuschlagen. Dieses Tal hat seine besondere Beschaffenheit bewahrt: es ist sehr grün, wild, etwas scheu und abgelegen. Wer es zum ersten Mal besucht wird bestimmt wiederkommen und mehr Zeit vor Ort verbringen wollen. Wegen seiner Besonderheiten war es bei Künstlern und berühmten Autoren sehr beliebt: einige fanden Unterschlupf in bewegten Zeiten, andere, wie Max Frisch, erkoren es zur Seelenheimat.

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Rundgang: Salei (2 St., Karte)


Von Vergeletto-Zott geht eine Seilbahn nach Salei, zur gleichnamigen Alp und Hütte (mit Kost und Logis). Nach einem unbeschwerlichen Spaziergang von etwa 40 Minuten auf einem Weg der nur leicht ansteigt und von dem man eine unbezahlbare Aussicht auf das Locarnese bis zum Lago Maggiore hat, kommt man zum Seelein, idealer Rastplatz in freier Natur und für ein Picknick auf der Wiese. Von Salei aus kann man auch weitere anspruchsvollere Exkursionen machen, wie z.B. nach Pilone, zur Alpe di Porcareccio oder zur Alpe Arena.

Nachdem man mit der Seilbahn wieder ins Tal zurückgekehrt ist, kann man die charakteristischen Orte des Onsernone besuchen, wie die alten Mühlen von Vergeletto, erst kürzlich restauriert, oder das Dorf Comologno, wo rustikale Bauten neben Herrschaftshäusern stehen, welche von Emigranten erbaut worden waren, die in der Ferne ihr Glück gemacht hatten. Unter diesen Häusern sticht La Barca heraus, in der während des Zweiten Weltkriegs Flüchtlinge und Verfolgte unterkamen, dank der Offenheit eines Intellektuellenpaares, Aline Valangin und Wladimir Rosenbaum. Ein weiteres Juwel ist der Palazzo Gamboni, ein Bau aus dem 18. Jhd. der zu einem “Hotel de Charme” umgebaut wurde. Einige Zimmer sind mit epochalem Mobiliar ausgestattet; Räume die mit sehr viel Liebe und Sorgfalt restauriert und bewahrt wurden. Es gibt sogar eine Wellnessecke.

Die Bagni di Craveggia sind ein anderer Ort von grosser Eindrücklichkeit, gleich hinter der italienischen Grenze, nach Spruga. Man sieht heute noch die Gebäude und die Wannen der alten Thermalbäder sowie die Kreuze, die von einem dramatischen Ereignis im 20. Jhd. Zeugnis ablegen: die Schlacht zwischen den Nazifaschisten und den Partisanen im Jahr 1944, die genau hier stattgefunden und viele Opfer gefordert hat.

Zum Kennenlernen von Geschichte, Kunst und Handwerk (insbesondere das der Strohflechterei) sowie der Persönlichkeiten, die mit dieser schönen Region verbunden waren, empfehlen wir einen Besuch des Museo Onsernonese in Loco.

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