Park der Breggia Schluchten

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Ein Ausflug in den Park der Breggia Schluchten wird zu einer wahren Zeitreise. In dieser Region des Mendrisiotto, entlang dem Fluss Breggia, findet man eine aussergewöhnliche geologische Beschaffenheit: auf Grund von Abtragungen durch das Wasser trat eine Felsformation zutage, die die Periode zwischen dem Jura und dem Tertiär abdeckt und auf 80 Millionen Jahre zurückgeht! Im Gestein finden sich Zeugnisse der antiken Meere: Fossilien, Reste von Unterwassermuren und Zeichen von Klimaveränderungen, die sich in Epochen noch vor dem Erscheinen des Menschen auf der Erde abgespielt haben.

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Rundgang: Breggia Schluchten (4 St., Karte)


Es handelt sich um den ersten Schweizer GeoPark, zwischen den Gemeinden Balerna, Castel San Pietro, Morbio Inferiore und Morbio Superiore gelegen, reich an Funden - natürlicher Art oder vom Menschen geschaffen – von grossem Interesse und Kuriosität auch für den Laien. Ein herrlicher Ausflug, auch dank der Schönheit der Landschaft.

Die alte Mühle des Ghitello (1606), hinter dem Parkplatz des Breggia-Zentrums von Balerna, ist einer der Ausgangspunkte; Man geht zuerst dem kleinen See entlang, folgt sodann dem Fluss und kommt dabei an einigen Werksgebäuden vorbei, darunter die Zementfabrik und die Bierbrauerei. Nach der Überquerung der Breggia steigt man das Magna Tal hoch und kommt so zum Colle San Pietro, wo man die Resten der mittelalterlichen Burg findet, sowie die Chiesa Rossa (rote Kirche), die auf das 14. Jhd. zurückgeht und in der sich wunderbare Fresken befinden. (Besuche sind zu vereinbaren).

Dem gekennzeichneten Weg entlang hinabsteigend, überquert man den Punt da Canaa (Kanalbrücke). Dabei kann man einige Gesteinsschichtungen betrachten, die zu den ältesten des Parks gehören (Kalkkiesel von 190 Mio. Jahren). Über eine erst kürzlich erstellte Brücke überquert man eine enge, tiefe Schlucht und geht am rechten Ufer weiter, immer an Felsschichten vorbei und durch einige besondere Biotope, um schlussendlich zur Ghitello Mühle zurückzukommen, wo man die jüngsten Ablagerungen sehen kann (Tertiär und Quartär).

Der Park organisiert auf Anfrage begleitete Besichtigungen und Lehrtätigkeiten für Schulen. Während der Sommersaison bietet das lokale Fremdenverkehrsamt Führungen an.

Der Zementweg


Im Park der Breggia Schluchten kann man noch einen weiteren Rundgang absolvieren, jedoch nur mit Führung und nicht einfach mit dem ersten zu vereinbaren. Der Zementweg ist das sichtbarste Element der Wiederaufwertung der ehemaligen Fabrik der Saceba, am Eingang zu den Schluchten gelegen und Bestandteil des geologischen Parks. In den Jahren 1972-1973, während der wichtigsten Produktionsperiode herstellte die Saceba bis zu 200‘000 Tonnen Zement pro Jahr, insgesamt über 2 Millionen Tonnen in ca. 20jähriger Tätigkeit.

Der Lehrpfad stützt sich auf die Strukturen der alten Zementfabrik, um dem Besucher den Prozess der Verwandlung des Gesteins in Zement zu zeigen. Die Verwertung dieses Industriegebiets ist ein einmaliges Beispiel in der Schweiz. Der 2 km langen Rundgang führt vom offenen Tagbau zu den Tunnelschächten, aus denen Material gewonnen wurde, zu den Steinbrechern, um dann bei den Ofentürmen zu enden, dem eigentlichen Zentrum der Fabrik, heute an Ausstellungs- und Lehrräume bestimmt.

In den Schächten ist die Temperatur kühl (10-13 Grad Celsius) und die Luftfeuchtigkeit hoch (über 80 %). Eine entsprechende Kleidung ist daher nötig, während Helme, Stirnlampen und Reflexjacken vor Ort erhältlich sind. Es ist ein einfacher Spaziergang, auch wenn man im Falle von Herzzirkulationsstörungen, Diabetes, Klaustrophobie, Epilepsie oder Gehbehinderungen davon abrät.

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