Biking

Abenteuer

Das Tessin bietet unzählige Möglichkeiten für Radsport-Liebhaber: von einfachen Radwege, Bergstrecken für Mountainbiker bis zu den extremsten Varianten wie Downhill und Freeride. Wir haben zwei Strecken für Sie ausgesucht, die für alle geeignet sind und für die man Fahrräder vor-Ort ausleihen kann. Die erste besteht ganz aus einem Radweg, ist auch für Familien geeignet, vereint Ascona und Bellinzona, wobei man Locarno durchquert und dem Fluss Tessin entlang fährt. Die andere von Airolo nach Biasca ist ein besonderes Erlebnis, geht immer abwärts und bietet einige Sehenswürdigkeiten.

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Auf den Tessiner Bergen finden Liebhaber des Mountainbikes eine grosse Auswahl an Zielorte, die auf der Webseite von Ticino Turismo gut angezeigt sind.
Liebhaber der Extremvarianten, wie Downhill und Freeride, finden hingegen alles wonach sie suchen in der schönen Region des Nara im Bleniotal oder auf der Piste am Tamaro, die 2003 in Anbetracht der Austragung der Mountainbike-Weltmeisterschaften realisiert wurde.
Hier schlagen wir unseren Lesern zwei Ausflüge vor, die allen gerecht werden.

Vorschlag 1: von Ascona nach Bellinzona (ca. 3 Stunden)


Der erste Vorschlag ist ideal für einen Familienausflug und führt von Ascona nach Bellinzona, die Hauptstadt des Tessins, bekannt für seine Burgen, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehören. Fahrräder kann man beim Bahnhof in Locarno oder in Bellinzona mieten.
Die Fahrt beginnt an der Seepromenade von Ascona. Dann geht es am Seeufer des Lago Maggiore entlang, am Golfplatz vorbei, bis nach Locarno dem Ufer der Maggia folgend. Man fährt dem Lido vorbei, geht auf der Radwege weiter und gelangt sodann nach Tenero. Nach dem nationalen Sportzentrum öffnet sich die Magadinoebene. Ganz in der Nähe, zwischen den Mündungen der Flüsse Tessin und Verzasca, befindet sich die Auenlandschaft der Bolle di Magadino, berühmt auf nationaler Ebene für ihren besonderen naturalistischen Wert. Immer den Hinweisschildern für Fahrradfahrer folgend geht es weiter in Richtung Bellinzona, auf ruhigen Landstrassen und Uferstrecken quer durch die Magadinoebene, die als der Gemüse- und Obstgarten des Kantons gilt. Die Fahrt durch Weiden, Felder und Weingelände führt auch an einigen Agrotourismusstätten vorbei, bei denen man typische Produkte probieren und kaufen kann. In Bellinzona angekommen, mit seiner hübschen Altstadt, wo am Samstag der lebhafte Wochenmarkt stattfindet, muss man unbedingt auch die drei Burgen besichtigen.

Vorschlag 2: von Airolo nach Biasca (ca 5 Stunden)


Eine bequeme Radtour, immer abwärts, von Airolo (1160 m) bis nach Biasca (301 m) auf einer Strecke von ca. 40 km. Man mietet das Fahrrad in Airolo und gibt es in Biasca wieder ab. Man folgt die wunderschöne Strecke durch dem Talboden, dem Fluss Ticino entlang, teilweise auf ruhigen Nebenstrassen. Dabei kommt man an interessanten Orte vorbei, wie das Dazio Grande bei den beeindruckenden Piottino-Schluchten, das Dorf Giornico mit seiner herrlichen romanischen Kirche San Nicola und die schönen Kirchen der Heiligen Pietro und Paolo und Santa Petronilla in Biasca.

Der Dazio Grande und die Piottino-Schluchten


Von Airolo geht es abwärts auf der Kantonalstrasse Richtung Quinto/Piotta. Am Dorfausgang von Rodi-Fiesso steht der Dazio Grande, wo in alter Zeit die Reisenden anhalten und einen Wegzoll auf Waren und Personen entrichten mussten. Sie konnten auch Rast halten und sich verpflegen. Weiter vorne erwartetet sie nämlich ein ernst zu nehmendes Hindernis: die enge Schlucht, die der Fluss Ticino aus den Felsen des Monte Piottino ausgeschwemmt hatte.
Vom Dazio Grande aus kann man einen interessanten Spaziergang machen, einfach zu begehen, gut gekennzeichnet und von etwa eineinhalb Stunden Dauer. Dabei trifft man auf die Ruinen des Alten Dazio, ein antikes Zollamt, das zu Beginn des 14. Jhd. von den Mailändern errichtet worden war. Man geht durch den Wald weiter in die angezeigte Richtung Ponte di Mezzo. Gleich nach der Brücke kommt man über einen Steg zum Eingang der Schlucht und der Urner Strasse, ein bauliches Meisterwerk aus dem 16. Jhd., aus dem Felsen gehauen. Danach geht es zum Ausgangspunkt zurück.
Vom Dazio Grande aus kann man auch ohne den oben genannten Umweg zu machen in die Piottino-Schluchten gelangen, man muss jedoch die Kantonalstrasse zu Fuss hinunter laufen, um dann in den Weg zum antiken Saumpfad und die Schluchten einzubiegen.
Weiter geht es mit dem Fahrrad nach Faido, wo man in eine ruhige Strasse Richtung Nivo abzweigt. Dort kann man das schöne Gebäude des Elektrizitätswerks im lombardischen Industriestil des beginnenden 20. Jhd. bewundern, ein Projekt des Mailänder Architekten Giovanni Greppi.

Die Biaschina


Die Talfahrt führt weiter längs den Haarnadelkurven der Biaschina, wahrhaftige Kreuzung der drei Verbindungen zwischen Norden und Süden: die Autobahn A2, mit ihrem eindrücklichen Viadukt, der 1983 eingeweiht wurde; die Bahnlinie, welche auf 1882 zurückgeht und schlussendlich die Kantonalstrasse mit ihren Kurven. Von oberhalb dieser Engstelle kann man die Züge der Gotthardbahn beobachten, wie sie in die Tunnelspiralen hinein- und wieder herausfahren, um fast 200 m Höhenunterschied zu meistern.

Giornico und die Kirche San Nicola


Man fährt weiter bis nach Giornico, wo man das moderne ethnografische Museum der Leventina und die Kirche San Nicola besichtigen kann, welche als eines der bedeutendsten Beispiele der Tessiner Romanistik gilt. Im 12. Jhd. erbaut, in essentieller und strenger Architektur, hebt sie sich in ihrer steinernen Präsenz unter den Weinbergen hervor: stark, einfach und nobel. Bemerkenswert sind das Tor der Südfassade, mit kleinen Skulpturen, die Hauptfassade, die Krypta mit rätselhaften Kapitellen, die Fresken der Apsis und das Taufbecken am Eingang.

Die Kirchen der heiligen Pietro und Paolo und der Petronilla in Biasca


Am Ende der Radtour gelangt man nach Biasca, eine Ortschaft, die in der Vergangenheit nennenswerte Bedeutung hatte und noch heute über wichtige historische Denkmäler verfügt. Hinter der Casa Cavalier Pellanda aus dem 16. Jhd., heute Kulturzentrum und Sitz des Verkehrsbüros, erhebt sich die Pfarrkirche, San Carlo geweiht und Ende des 19. Jhd. erbaut. Von hier führt eine Freitreppe zur wunderbaren romanischen Kirche der Heiligen Pietro und Paolo, aus dem 12. Jhd.. In ihrem Innern befinden sich wertvolle Fresken (12.-17. Jhd.). Rechts von der Kirche, entlang einem alten Friedhof, geht ein Pfad nach oben zum Kreuzweg, 1779 eingeweiht. Unter schattenspendenden Kastanienbäumen reihen sich 14 Kapellen, mit Mosaiken zeitgenössischer Künstler. In etwa zwanzig Minuten erreicht man zu Fuss die steinerne Brücke über den Fluss Froda, den schönen Wasserfall und die Wallfahrtskirche der Heiligen Petronilla, reich an Fresken unbekannter Maler, aus die Periode 1638-1651 stammend.

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