Luftseilbahn S.Carlo-Robiei geschlossen (Oktober-Juni)

Gletscherpfad von Robiei

Wanderungen

Der Basodino ist der weitläufigste, am meisten studierte und am leichtesten erreichbare der Tessiner Gletscher und legt ein wertvolles Zeugnis über die natürliche Evolution eines Gletschers im südlichen Alpenraum ab. Der Gletscherpfad (eine Wanderung die eine gute Kondition bedingt), bietet Gelegenheit diese grossartige Hochgebirgsregion und sein aussergewöhnliches Umfeld mit reichhaltiger Flora und Fauna zu erkunden. Die "Alpe Robiei" erzählt die vergangene und neuere Geschichte der Bewohner des grossartigen Bavonatals, das man bis nach San Carlo hochfährt, von wo die Seilbahn nach Robiei startet.

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Die Seilbahn nach Robiei wurde von den Officine Idroelettriche della Maggia (Ofima), dem Elektrizitätswerk realisiert. Diese Firma hat vor mehr als einem halben Jahrhundert die Staudämme gebaut, die das für die Stromproduktion in der Region benötigte Wasser sammeln.

Der Basodino Gletscher erstreckt sich über eine Fläche von 2 km2 und liegt zwischen 2500 und 3120 Meter Höhe. Wie bei fast allen Alpengletschern muss man auch hier eine schnelle Reduktion der Fläche und des Volumens beobachten, in solchem Masse, dass gemäss den Experten mit seinem Verschwinden zu rechnen ist. Innerhalb von 20 Jahren – behaupten sie – werden nur noch auf den höchsten Kämmen Reste von Eis übrigbleiben.

Die beste Zeit, um die reichhaltige Flora der Gegend bewundern zu können, sind die Monate Juli und August. Die Seilbahn nach Robiei ist von Mitte Juni bis Anfang Oktober in Betrieb. Die Region ist auch mit einer grossen Zahl von Tieren bevölkert: Steinböcke, Gämsen, Murmeltiere, Hasen, Hermeline (selten), Feldmäuse und unzählige Vögel, darunter sogar der majestätische Königsadler. Einige Hütten, Stadel und sprügh (Felsenunterstände) erinnern an die lebensnotwendige Bedeutung der Almwirtschaft auf diesen Bergen. Auch die Gletscher üben seit Jahrhunderten ihren Reiz aus und schon Ende des 19. Jhd. liess Federico Balli in Bignasco, dem Dorf am Taleingang, das Hotel du Glacier erbauen, für die Touristen, die von der Alpenwelt und dem ewigen Schnee des Basodino angezogen wurden.

Rundgang: Gletscherpfad von Robiei (6 St., Karte)


Von San Carlo im Bavonatals fährt man mit der Seilbahn nach Robiei hoch. Der Gletscherpfand verläuft durch die alpine Landschaft bis auf eine Höhe von 2340 Metern, und beginnt und endet in Robiei (1890 m). Man startet beim Staudamm des Zött-Sees, den man in etwa 15 Minuten zu Fuss auf einer asphaltierten Strasse ab der Seilbahnstation erreicht, wobei man durch zwei erleuchtete kurze Tunnel kommt. Vom Staudamm führt der Weg zum höchsten Punkt der orographische Moräne, auf der rechten Seite des Basodino-Gletschers. Danach geht es fast horizontal weiter über die grosse Felsplatte unter der Gletscherfront bis zur gegenüberliegenden Moräne (orographisch linkerhand) und nachdem man Corte di Randinascia überwunden hat, steigt man Richtung Robiei ab.

Der Weg weist keine besonderen technischen Schwierigkeiten auf, aber auf einigen Abschnitten ist dennoch Vorsicht geboten, vor allem auf Passagen mit Schneewehen und Wasserläufen und Respekt für die Hinweise im Wanderführer. Als Alpenweg, weiss und rot gekennzeichnet, verlangt er auch die entsprechende Ausrüstung für die Bodenbeschaffung und die Wetterbedingungen des Hochgebirges.

Lehrreicher Besuch des Staudamms von Robiei


Auf Initiative der Officine idroelettriche della Maggia (Ofima) wurde ein Stollen im Innern des Staudamms für die Öffentlichkeit erschlossen. So ist es möglich, das Innere von Teil der Bauwerke zu erkunden, welche die Landschaft des oberen Bavona-Tals massgeblich verändert haben. Staudämme sind imposante Zementstrukturen, von menschlichem Erfindergeist geschaffen, um die enormen Wassermassen anzusammeln, die es braucht um elektrischen Strom zu erzeugen. Auf dem Lehrpfad wird erklärt, wie die Staudämme sich in den natürlichen Wasserzyklus einfügen, welche Bautechniken benutzt werden, welche Sicherheitskontrollen notwendig sind und wie die Transformation der Wasserkraft in elektrischen Strom erfolgt. Der angenehme Spaziergang durch die Stollen ist im Tessin einzig in seiner Art und ist gratis. Den Schlüssel zum Eingang erhält man im Hotel Robiei gegen Vorweisen eines Identitätsdokuments. Die Innentemperatur ist ca. 8 Grad Celsius und die Luftfeuchtigkeit ist hoch: es empfiehlt sich daher entsprechende Kleidung.
Dauer: 30 Minuten
Öffnungszeiten: 8.30 – 16.00 Uhr

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