Sportklettern

Abenteuer

Das Tessin rühm sich mit über 70 spezielle Standorte den Datensatz für die meisten Kletterorte der Alpen, auf Granit oder Gneis, und bietet eine grosse Auswahl an Kliff- und Mehrseilrouten. Diesen Kanton gilt deshalb als Paradies für Sportkletterer und ist ein der Favoriten im Alpenbogen. Vom Maggiatal zum Onsernonetal, vom Verzascatal zur Leventina und von der Staumauer am Lago Luzzone (Bleniotal) zum Massiv „Denti della Vecchia“ (Raum Lugano), gibt es zahlreiche Kletterwänden. Unter denen, viele aus hochwertigen Felsen und die sehr gut ausgerüstet sind. Mit dem Evolution Center in Taverne verfügt das Tessin auch über eine moderne Indoor-Anlage.

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Die zahlreichen Bergwände aus Gneis oder Granit im Tessin lassen das Herz jedes Sportkletterers höher schlagen. Insgesamt gibt es 70 Orte im Kanton, wo präparierte Routen zum Bezwingen der Felsen einladen. Eine Vielzahl von schönen Rissen und Verschneidungen motivieren zum Aufstieg.

Locarnese: Klettern mit Seesicht


Im Raum Locarno locken die renommierten Wände von Arcegno und Balladrum (auf dem Monte Verità in Ascona) zu einer landschaftlich schönen Klettertour.

Die Umgebung von Arcegno ist durch dichte Kastanienwälder und kleine Teiche gekennzeichnet. Viele der Biotope stehen unter Naturschutz. Mittendrin lädt ein Klettergarten mit mehreren, gut präparierten Felswänden zu einem Aufstieg ein. Mehr als 100 Bohrhaken stecken in dem rauen Stein, es gibt verschiedene Schwierigkeitsgrade. Vom Gipfel aus kann man sich einen Eindruck von der üppigen Natur der gesamten Region machen. Der Blick fällt auf Locarno und das Maggia-Delta. Die Klettersaison bei Arcegno dauert vom Frühjahr bis in den späten Herbst.

Das Klettergebiet Balladrum liegt an der Fortstrasse, die vom Monte Verità nach Ronco sopra Ascona führt. Der untere Bereich hält etwa zehn technische Routen bereit, die durchschnittlich schwierig sind. Die zehn Passagen im oberen Bereich sind dafür umso leichter und für Anfänger geeignet. Der schöne Ausblick auf den Lago Maggiore schafft eine einmalige Kulisse. Da die Wand in der Sonne liegt und es entsprechend heiss werden kann, eignen sich klare, milde Wintertage am besten für eine Kletterpartie im Balladrum.


Klettern im Maggiatal


Das Maggiatal mit seiner weit ausladenden, alpinen Landschaft erfüllt alle Voraussetzungen für ein wahres Kletterparadies. Die Anhänger dieses Sports finden hier eine grosse Auswahl an schönen Naturwänden und können so ihre Fähigkeiten beweisen. Es lassen sich unter anderem in Ponte Brolla, Avegno, Cevio, Someo, Brontallo (Valle Lavizzara), Bosco Gurin und Naret diverse Passagen oder Mehrseillängen begehen.

Ponte Brolla ist das Eldorado für die sanfte Plaisir-Variante. Das Gebiet liegt inmitten grüner Natur an der Maggia und eröffnet den Blick über die Region. Der Klettergarten weist über 100 Routen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden auf, von denen sich viele auch für Anfänger eignen.

Avegno im Gebiet Torbeccio hält zahlreiche leichte und schwierige Passagen bereit. Die Wände seitlich der Grotti sind für ihre langen Touren bekannt.

In Someo und Cevio kommen Kletterer mit hohem technischen Niveau auf ihre Kosten. Lange und schwierige Routen gilt es im Val Calnegia (Val Bavona) zu bewältigen, besonders ideal für diejenigen, die das anspruchsvolle Reibungsklettern praktizieren möchten.

Oberhalb des höchst gelegenen Dorf im Tessin, Bosco Gurin, befindet sich einen Klettergarten auf einer Höhe von rund 2300 Metern, welcher eine reichhaltige Auswahl gut ausgerüsteter, wunderschönen Routen anbietet. Die Wände bestehen aus kompaktem, granitähnlichen Gneis und zeichnen sich durch Platten, Spalten und senkrechten Wänden mit Tritten für jeden Kletterstil und jeden Schwierigkeitsgrad aus. Die Saison geht hier von Frühjahr bis zum Herbst. Das Gebiet liegt unterhalb des Nordkamms und ist daher dem von Norden aufziehenden Wetter ausgesetzt. Die Vorhersagen sollten immer beachtet werden.

Unmittelbar oberhalb vom Dorf Brontallo, im Lavizzaratal, liegt die Kletterwand „El Cat“, die für ihre schönen athletischen und technischen Aufstiege auf widerstandsfähigem Gneis bekannt ist. Kletterer können aus rund zwanzig Routen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen. Weil die Wand nach Süd-Westen ausgerichtet und entsprechend sonnenbestrahlt ist, eignet sie sich vor allem für Aktivitäten im Winter, Frühling und Herbst. Im Winter liegt die Wand von 10 bis 15 Uhr in der Sonne. Vom Klettern während den Sommermonaten wird abgeraten.

Bei Prato, ebenfalls im Valle Lavizzara, wartet eine schwarz-weisse, leicht überhängende Wand auf mutige Profi- und Plaisir-Kletterer. Es gibt über 50 grossartige Routen von mittel bis hohem Schwierigkeitsgrad. Die Wand liegt vormittags im Schatten, nachmittags in der Sonne.

Auch in Naret gibt es mehrere Kletterrouten, die alle gut ausgestattet sind. Zu beachten ist aber der sehr alpine Charakter der Zone.


Kletterwände im Onsernonetal


Ein schöner Klettergarten in herrlich ruhiger Umgebung liegt oberhalb des Dorfes Russo im Onsernonetal. Auch während den kurzen Wintertagen scheint dort die Sonne. Die Wand bietet rund 40 Mehrseillängenrouten. Profis können sich austoben: Geboten wird steile Wand-, Riss- und Plattenkletterei mit grossen Schuppen und rauen Slopern.

Die „Placche di Paleria“ in Berzona bietet beste Voraussetzungen für schöne Mehrseillängen Reibungsklettereien. Es gibt verschiedene Routen, die sich im unteren Bereich auch für Anfänger eignen. Der obere Teil bleibt den trainierten Kletterern vorbehalten.


Klettern im Verzascatal/ Klettern auf den Verzasca Bergen
Auch im Verzascatal, das ansonsten vor allem für sein wilder Fluss und das kristallklares Wasser bekannt ist, locken zahlreiche Klettergärten.

Besonders beliebt in der Kletterszene ist die imposante, über 300 Metern hohe Südwand des Eus, die etwa zehn sehr gute Mehrseillängenrouten in bestem Gneis zu bieten hat. Die Klettereien an dem steilen Felsen gehören zu den schönsten im ganzen Tessin. Der Ort eignet sich vor allem für die Nebensaison und den Winter.

Rein optisch ist wohl die einsam gelegene Südwand des Poncione d’Alnasca der schönste Klettergarten im Kanton. Diese imposante Fels-Pyramide mit einer Höhe von rund 500 Metern eignet sich für moderne Sportkletterei und lässt sich in technischen und athletischen Routen bezwingen. Die Wand sollte aber nur von erfahrenen Kletterern angegangen werden.


Routen im Bedretto- und Leventinatal


Auch in der Region um den Gotthard herum eröffnet sich Kletterenthusiasten eine grosse Auswahl an schönen Wänden. Zu den interessantesten Zielen gehören Pizzo Prévat, Cristallina, Gotthardpass, Piansecco, Chüebodenhorn, Poncione di Ruino, Passo di Maniò.

Im Bedrettotal, am Poncione di Ruino und am Poncione di Cassina Baggio, sind alle Voraussetzungen für tolle Mehrseillängentouren in hochalpiner Umgebung erfüllt. Dank der mässigen Höhe, der sonnigen Lage und der grossen Auswahl an Routen eignen sich die Orte das ganze Jahr über für Kletterpartien. Sogar bei Schnee gibt mehrere Aufstiegsmöglichkeiten und der Zusteig erfolgt in diesem Falle mit Ski.

Einige interessante Kletterwände sind auch in der Nähe der Berghütte (Capanna) Piansecco zu finden. Am Pass Maniò ist der optimal ausgerüsteten Fels mit rund 30 Bohrhaken präpariert und lädt zu mittelschweren bis schweren Passagen ein.

Beliebt ist auch der Pizzo Prévat im Leventinatal. Er erhebt sich wie ein Turm über die umliegenden Bergwiesen der Alpe Campolungo und ist schon zum Anschauen ein Erlebnis. Es winken schöne Klettereien in bestem Urgestein in alpinem Ambiente. Die Alpe Campolungo ist problemlos mit der Seilbahn von Prato aus zu erreichen. Vom Bergsee Tremorgio geht es zu Fuss weiter.

Die Staumauer am Lago di Luzzone


Die Bogenstaumauer im oberen Bleniotal bietet Sportlern eine ungewöhnliche Herausforderung. Über eine Länge von 165 Metern (fünf Seillängen) sind rund 650 Klettergriffe und Haken angebracht. Die Schwierigkeiten an der senkrechten Betonmauer steigern sich während der Route kontinuierlich, der letzte Part ist sogar leicht überhängend. Die Begehung der Staumauer ist ein eindrückliches Erlebnis. Für den Zugang ist ein Schlüssel erforderlich, der im Restaurant neben der Mauer erhältlich ist.

Denti della Vecchia


Das Felsmassiv Denti della Vecchia (übersetzt: „die Zähne der Alten“), das seinen Namen den aufragenden stumpfen Zacken verdankt, ist das historisch bedeutendste Klettergebiet im Tessin. Schon viele Generationen von Bergsteigern haben sich an den Wänden, Türmen und Kanten des Berges im Raum Lugano die Zähne ausgebissen. Die auffällige Felsformation nennt sich auch „die Dolomiten des Tessins“. Kletterer finden über 120 Touren mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden vor. Das wunderschöne Panorama vom Gipfel aus reicht vom Luganersee, über das Maggia- und Verzascatal bis zu den Walliser Alpen. Ausgangspunkt für die Touren ist die Capanna Pairolo, die selbst auf der Aussenseite eine Kletterwand vorweist. Ausrüstung ist vor Ort erhältlich.

Info: Capanna Pairolo - Tel. 091 944 11 56 - www.capannapairolo.ch

Evolution Center


Das Kletterzentrum in Taverne ist der wichtigste Trainingsplatz für alle Indoor-Disziplinen rund um den alpinen Sport, sprich Sportklettern und Bouldern. Anhänger des Sports finden hier eine weitläufige, gut ausgestattete Halle mit über 1400 Quadratmetern Kletterfläche, 6000 Haltegriffen, zehn Free Climbing-Routen und Boulder-Passagen vor.
Das Evolution Center, das entsprechend der europäischen Sicherheitsnorm ausgestattet ist und über gutes Fachpersonal verfügt, richtet eine Vielzahl von Kursen für jedes Können und Alter aus. Bei einer Stärkung im Restaurant kann die Kletterwand beobachtet werden. An das Center sind auch ein Sportgeschäft und ein Verleih für Sportgeräte angeschlossen.

Info: Centro di Arrampicata Evolution, Taverne - Tel 091 930 91 18 - info@evolutioncenter.ch - www.evolutioncenter.ch

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